Mittwoch, April 25

Design Thinking ist ein kreativer Prozess zur Ideenfindung. Um mit Design Thinking kreative Innovationen zu erzeugen, sind neben einem multidisziplinären Team vor allem variable Räumlichkeiten nötig, um die Kreativität der Design Thinker zu fördern. Wie man vom Kulturwissenschaftler zu einem Experten zum Thema Design Thinking wird, schildert uns Johannes Meyer vom Hasso Plattner Institut in Potsdam.

 

Wie bist du zu dem Thema Design Thinking gekommen?

Wir sind hier auf dem Campus des HPI in Potsdam und genau hier habe ich auch studiert. Vom Hintergrund her bin ich eigentlich Kulturwissenschaftler. Eines Tages gab es im Flur meiner Uni ein Poster mit der Aufschrift: „Bist du der Seltsame in deinem Studiengang?“ oder ähnliches. Diese Frage fand ich sehr inspirierend und habe mich in dieser auch wiedergefunden. Das war für mich der Ruf ein Studium an der School of Design Thinking in Potsdam zu beginnen und dort habe ich dann für ein Jahr studiert.

Interessanterweise ist mir dann später aufgefallen, dass mein Vater, der selbst Ingenieur ist und eigentlich eine ganz andere Prägung hat, da er im Gegensatz zu mir als Geisteswissenschaftler eher ein absoluter Techniker ist, früher im Bauhaus gearbeitet hat und dadurch viele Dinge, wie z.B. unsere Arbeitskultur, wieder erkennt. Am Ende sind wir also bei ganz ähnlichen Profilen gelandet.

Was fasziniert dich besonders an Design Thinking?

Mich fasziniert die Themenbreite und die verschiedenen Fragestellungen, die man mit Design Thinking bearbeiten kann. Von Prozessen, Services und Erlebnissen bis hin zu Marken. Mich fasziniert vor allem, dass man fast alles mit Designprozessen angehen kann und wie viel Spaß das macht.

 

Warum funktioniert Design Thinking in der Praxis so gut?

Ich glaube , dass Dinge auf vielen Wegen funktionieren. Design Thinking ist dabei auch nicht der heilige Gral, sondern nur eine Zusammenstellung von Methoden, die für viele Dinge, so glaube ich, nützlich ist. Aber ich glaube auch, dass es andere Wege zum Ziel gäbe. Was ich sehe, sind Unternehmen, die sich mit dieser Methode beschäftigen und Services und Produkte bauen, die stärker an den Nutzern orientiert sind und mehr Spaß machen. Zudem sehe ich auch Mitarbeiter in diesem Unternehmen, die ein ganz anderes Verhältnis zu den Fragestellungen haben, die sie lösen. Diese nehmen sich als Innovatoren wahr und haben definitiv Lust im Team an komplexen Problemen zu arbeiten.

 

Was bedeutet für dich Innovation?

Innovationen sind Dinge die neu sind und das Leben von Menschen angenehmer, besser und lebenswerter machen.

 

Danke Johannes Meyer!

About Author

Wissen, was Konsumenten wollen: Katharina Hedderich zeichnet sich durch eine umfassende Expertise auf den Gebieten Consumer Insights und Produktentwicklung aus. Mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen Marketing sowie Projekt- und Produktmanagement arbeitet sich die studierte Soziologin und Betriebswirtin mit Masterabschluss schnell und flexibel in unterschiedlichste Themengebiete ein. Bei Safari unterstützt sie Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden zu identifizieren um Produkte und Services zu kreieren, die einen wahren Mehrwert schaffen.

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