Montag, Februar 19

Der Gewinner des Corporate Startup Award in der Kategorie Beste Corporate Startup Entwicklung ist  manualONE. Jane Gerling und Markus Schorn, die Geschäftsführer von manualONE, schildern in einem interessantem Interview, wie es zu manualONE kam und welche Möglichkeiten der Corporate Startup Summit für die Zusammenarbeit zwischen Corporates und Startups bietet.

 

Herzlichen Glückwunsch noch einmal zum Gewinn des Corporate Startup Award in der Kategorie „Beste Neuentwicklung“!

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen manualONE zu gründen und was ist das Prinzip dahinter?

Die Idee hinter manualONE ist einfach, dass wir Kunden die Möglichkeit geben wollen auf all ihren elektronischen Geräten alles an einem Platz zu haben: Alle Anleitungen, die Kaufbelege, Kassenzettel etc. – aber auch Tipps und Tricks, wirklich spannende Hilfen, wie man z.B. seine Geräte besser nutzen kann. Das ist die Idee hinter manualONE. Wie sind wir darauf gekommen? Im Großen und Ganzen geisterte die Idee so ein bisschen auf den Fluren. Ich habe zum Beispiel meinem damaligen Vorgesetzten öfters von eigenen Ideen erzählt. Er war auch an dieser Idee beteiligt und hat dann gefragt, ob ich nicht ein bisschen mein Auge aufhalten kann. Genauso war es bei Markus auch und so dann schließlich unter Telekom-Kollegen auf der Idee etwas rumgekaut wurde. Und wir haben dann auch die Gelegenheit bekommen, die Idee mit internen Ressourcen zum ersten Mal zu erproben.

 

Das heißt, dass das Projekt bei der Deutschen Telekom entstanden ist. Wie hat euch da die Zusammenarbeit mit der Telekom geholfen bzw. was war der richtige Mehrwert an der Geschichte?

 Der Mehrwert hat sich vor allem in 3 Ebenen ergeben. Erstens hatte man immer eine Art Sparringspartner, der die Idee auch auf Konzernperspektive bewerten konnte, weil die Geschäftsführer der Konzerne den Herstellern einen Kontaktkanal zu unseren Usern bieten wollen. Das sind richtig große Konzerne, wie Sony und Samsung. Zweitens hatten wir dann auch nach der Gründung schnell Kontakte zu den Herstellern, weil man über die Telekom als Endgeräte-Verkäufer sehr gute Kontakte zu diesen besitzt. Das waren die beiden großen Punkte. Drittens gab es Prozesse im Hintergrund, die geholfen haben, die Firma auszugründen. Primär ging es hier um Venture Capital, so dass wir da auch relativ schnell mit dem operativen Business loslegen konnten.

Es gibt viele Ideen in den Corporates. Was würdet ihr den Menschen empfehlen, die in einem Corporate arbeiten und Lust haben eine Idee zu realisieren. Wie kann man mit dem Konzern sprechen, wie kann man die Leute aktivieren? Was wäre eure Empfehlung dazu?

Ich würde sagen, dass es sehr wichtig ist, jemanden zu finden, der einen fördert. Das hat Herr Sattelberger auf der Abendveranstaltung bei der Award-Verleihung auch sehr präzise gesagt: „Sucht euch die Leute, die an euch und eure Idee glauben. Leute, die euch durch bestimmte Gremien „tragen“ können oder auch entsprechend einfach Kontakte vermitteln können. Das ist etwas, das unbezahlbar ist..“

 

Wie sieht es in den nächsten Jahren mit manualONE aus, wohin geht die Reise, was habt ihr für eine Vorstellung, wo ihr jetzt hier in einem Solution-Space, einer sehr innovativen Umgebung seid?

Wachsen, wachsen, wachsen! Gerade ist das Produkt auf dem Markt gelauncht worden und wir sehen Nutzer, die die App benutzen und diese auch auf ihrem Smartphone behalten, was uns natürlich sehr freut. Wachstum ist für uns die Erschließung neuer Märkte. Neue Länder sind schon in der Planung und wir wollen weitergehen – über den großen Teich und rüber nach Asien. Das Schöne an der Idee ist, dass sie auf jedem Markt funktioniert. Überall, wo die Leute elektronische Geräte nutzen, haben sie die gleichen Probleme mit Anleitungen, mit Belegen, mit Garantien und mit Tipps, wie man die Endgeräte wirklich nutzen kann.

 

Ihr habt ein spannendes Medienpaket mit über 5000€ Wert vom Handelsblatt gewonnen, was werdet ihr damit machen, welche Vorschläge und Ideen habt ihr damit?

Das Paket ist sogar noch größer und wir freuen uns sehr! Herzlichen Dank noch einmal dafür! Wir sind gerade in Gesprächen mit den Ansprechpartnern des Handelsblatts, welche Dinge wir zusammen realisieren können. Ein guter Punkt wäre z.B: Content-Generierung, damit wir auch langfristig etwas davon haben. Man kennt das Problem von SEO, externen Links usw. – Hilfe hierbei von einer glaubwürdigen Quelle wie dem Handelsblatt nehmen wir da natürlich dankbar entgegen. Wie genau das alles abläuft, arbeiten wir in den nächsten Wochen noch aus.

 

Ihr habt den Corporate Startup Award zum ersten Mal erlebt. Wie habt ihr die Atmosphäre empfunden, was hat euch am besten gefallen?

Wir fanden die Atmosphäre sehr wertschätzend. Zudem gab es ganz hervorragende Keynotes, u.a. von Herrn Sattelberger, der Themen aus seiner Perspektive in Großkonzernen kennt, aber doch sehr präzise auf den Punkt gebracht hat, welche Bedürfnisse Startups haben und welche Möglichkeiten es innerhalb der Corporates gibt. Allein durch die Anwesenheit einer solchen Persönlichkeit auf so einem Event wurde dem ganzen zusätzlich ein besonderer Rahmen verliehen. Das ist für uns als Startup auch nochmal eine wirkliche Wertschätzung.

 

Der Corporate Startup Summit hatte jetzt schon das dritte Mal stattgefunden – immer mit dem Ziel Corporates mit Startups zu verbinden. Was glaubt ihr ist da wirklich essentiell, was hilft den Startups, was hilft den Corporates und wie kann man die Veranstaltung noch verbessern?

Was an der Plattform sehr toll ist, sind die vielen Austauschmöglichkeiten, die man als Startup an einem Tag, an einem Abend, auf einer Konferenz bekommt. Wirklich alle Ansprechpartner in Konzernen treffen zu können, die sich mit Gründungen und Kooperationen zwischen Konzernen und Startups auskennen, ist wirklich toll. Das Wertvolle ist hier, diese Personen alle auf einmal an einem Ort zu haben.

 

Vielen Dank für das Interview !

About Author

Andreas Pihan hat langjährige Erfahrungen in den Bereichen Asset Management, Privatbanken, Medien, Retail und e-Commerce Branche. Ganz besonders interessiert er sich für den Aufbau, die Validierung und die Realisierung von neuen digitalen Geschäftsmodellen sowie für neuartige Produkt- und Marketingstrategien. Zudem ist er Autor von verschiedensten Publikationen zu Themen wie Digitale Transformation, Produktinnovationen und Internet of Things.

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