Tschüß MVP! Hallo Minimum Loveable Product

Lernen Sie, wie Sie ihre digitalen Ideen früher auf den Markt bringen, aber immer noch ein Produkt liefern, in das sich der User verlieben kann

Produkte zu erfinden ist schwer. Aber großartige Produkte zu erfinden ist noch schwerer. Egal, ob Sie in einem Startup, einer Agentur, einer NGO oder einer Gesellschaft arbeiten – Ihnen ist sicherlich klar, dass Produktentwickler alles haben wollen. Gut, schnell und billig. Allerdings sollte Ihnen klar sein, dass Sie lediglich nur zwei davon haben können.

Ein Gast-Beitrag von Laurence McCahill

Wenn Sie ein neues Projekt in die Welt setzten, gibt es immer eine tückische Balance zwischen Liefergeschwindigkeit und der Qualität der Ausführung.

Um ein gutes Produkt herzustellen, braucht es bestimmte Fähigkeiten: Einsatz und Disziplin. Und es bedarf sehr großer Entscheidungen. Ob es nun um eine Einstellung geht, wo man zum Mittag isst, was man nun macht oder wie dies geschieht.

Schlussendlich ist das Produkt, das Sie machen, genau die Summe der Entscheidungen, die Sie treffen.

Dabei sollte Ihnen klar sein, dass Sie nicht alles haben können. Ein Teil der Gründe für das Aufkommen der Lean Startup Bewegung war die Frustration mit dem Gang der Dinge – Aufgedunsene Produkte wurden zwar pünktlich geliefert, hatten aber kaum einen Mehrwert für den Benutzer. Die Produktwelt hatte seine höchste Sättigung erreicht.

Dann kam Eric Ries und rettete uns den Tag. Zusammen mit seinem guten Freund – dem oft missverstandenen Minimal Viable Produkt, dem kleinsten realisierbaren Produkt.

 

Es hatte immer gute Absichten und einen Sinn. Aber es war auch leider immer öfters auch schlichtweg Schrott … Günstig? Ja! Schnell? Ja! Gut? In der Regel nicht. Also, wie viele da draußen, haben Sie Schwierigkeiten mit ihrem MVP. Doch wie können Sie herausfinden, warum diese Schwierigkeiten überhaupt da sind.

Wenn Sie ein schlankes, funktionales Produkt abgeliefert haben, haben Sie vielleicht auch eine Gelegenheit verpasst einen Eindruck von den Meinungen ihrer potentiellen Käufer zu bekommen, oder?

Viele nehmen das ‘kleinste’ leider viel zu wörtlich und beschränken sich auf das Design und die Reichweite. Anstatt aber die Investitionen in eine gute Erfahrung als verschwendet zu sehen, können Sie lieber alle Interaktionen mit Ihren zukünftigen Kunden als einen ersten Eindruck sehen. Es kann auch eine erste Chance sein, mit Ihnen und Ihrer Mission in Kontakt zu treten und gleichzeitig Ihren Kundenstamm zu bilden. Sehen Sie dies als die ersten Marketingausgaben vor dem offiziellen Launch.

Ryan Singer fasst es sehr gut zusammen:
‘Wenn Sie sich dazu entscheiden die Zukunft zu gestalten, sollten Sie zumindest auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.’

Die heutige, ist eine sehr wettbewerbsbetonte Welt und die Leute haben nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Sie könnten nur einige wenige Chancen bekommen, geben Sie sich also Mühe, dass diese wenigen dann auch greifen.

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Auf Wiedersehen MVP, guten Tag MLP.

Wenn also das MVP nicht länger gut genug für dieses neue designhungrige Zeitalter ist, wie sehen die Alternativen aus?

Betreten sie nun die Welt des MLP (Minimum Lovable Produkt)

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Zeit für ein paar Definitionen:

MVP
Die Version eines neuen Produktes, das das Maximum an validierten Informationen über Ihre Kunden mit geringst möglichem Aufwand bringt.

 

MLP
Die Version eines neuen Produktes, das das Maximum von Zuneigung Ihrer ersten Mitglieder mit geringst möglichem Aufwand bringt. ‘Es ist einfacher etwas zu entwickeln, das eine kleine Gruppe liebt, als eine riesige Gruppe’.

Tief stapeln und hoch bauen

In dem Beispiel unten mag das MVP wohl bestätigen, das viele Leute Kuchen mögen, es bewegt sie aber nicht dazu darüber zu reden. Das MLP sollte sicherstellen, dass Leute Ihren Kuchen mögen, wiederkommen und auch ihren Freunden davon erzählen werden. Und Sie haben klein angefangen und haben nun Raum um weiter zu manövrieren.

Ihr MLP erlaubt es Ihnen folgendes zu erreichen, während Sie immer noch Möglichkeiten ausloten.

‘Machen Sie nicht die Kunden glücklich, machen Sie glückliche Kunden’, Dharmesh Shah

 

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Zehn Tipps nebenbei um aus „gemocht“ werden „geliebt“ werden zu machen

Jetzt sollten Sie inzwischen einen Eindruck von dem Kontext haben und bereit sein für weitere 10 Tipps, die Ihr Produkt liebenswerter machen werden.

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1) Erzeugen Sie Nachdruck

Sehr oft fokussieren sich Leute so auf die Lösung, dass sie beinahe vergessen warum sie dies überhaupt tun. Ohne einen klaren Grund, der die Entscheidungen antreibt, erscheint das ganze Produkt aufgebläht und sinnlos. Wenn die Umstände dann auch noch schwierig werden, haben Sie womöglich nicht sehr viel, das Sie und Ihr Team dadurch erreichen. Ein klarer Sinn fügt Ihrer Arbeit einen realen Sinn hinzu.

So stellte Simon Sinek bereits heraus, dass man am besten eine Emotion mit den ersten Kunden ansprechen sollte, sodass sie etwas fühlen könnten, da die meisten Kaufentscheidungen eher auf diese Gefühle zurückzuführen sind und nicht auf reiner Logik basieren. Das ist genau der Punkt, an dem der goldene Kreis ins Spiel kommt.

 


Simon Sineks goldener Kreis:’Menschen kaufen nicht das, was man macht, sondern wie man es macht’.

 

Indem man sich auf das ‘Warum’ fokussiert, erzeugt man viel tiefere Verbindungen mit den Kunden und gibt ihnen gleichzeitig eine bessere Chance auf Erfolg.

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2) Machen Sie EINE Sache richtig gut

Wenn es eine Sache gibt, mit der man alle Startups schuldig sprechen kann, dann ist es der Versuch zu früh zu viel zu wollen. Indem man einen klaren Fokus hat, kann man einfacher das Produkt und die Anwendung kommunizieren. Lassen Sie sich von Erfolgsstories, wie der von Dropbox oder Instagram, inspirieren.

 

Vor alledem haben Firmen wie Basecamp diese Gewohnheiten durchbrochen und angefangen einfache, brauchbare Software zu entwickeln. Wie ihr Mitgründer Jason Fried erklärt, sollte man wenn nicht alles in die verfügbare Zeit und Budget pressen kann, nicht das Budget erweitern oder mehr Zeit aufwenden, sondern lieber den Projektumfang zurückschrauben.

 

Das ist längst nicht so einfach, wie es sich anhört. Oftmals gibt es Druck vom Kunden, den Investoren oder Teammitgliedern. Indem man aber lernt ‚Nein‘ zu sagen, zieht man aber die Schraubzwingen an, die man braucht, um ein brauchbares Produkt zu entwerfen. Den Kern richtig zu treffen, macht dabei das Leben viel einfacher.

 

Eine effektive Sache, die wir bei Spook Studio machen, ist eine Liste aufzustellen, die Sachen enthält, die wir nicht machen werden. Das hilft dabei einige Grenzen für den Designprozess zu ziehen, da dann jeder eine klare Vision davon hat, was das Produkt werden soll und was nicht. Auf diese Art und Weise können wir bessere Entscheidungen treffen. Auch können einige Designprinzipien dazu beitragen bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen.

 

Eine Methode dabei diesen Fokus zu erreichen, ist die sogenannte Blue Ocean Strategie. Ein einfaches, aber effektives Framework, das dabei hilft die Zielvorgaben zu entwickeln. Es erlaubt einem zudem der Konkurrenz voraus zu sein und einen neuen Wert zu erschaffen.

Es braucht dabei eine Menge Disziplin auf dem Weg zu bleiben und nicht den Fokus zu verlieren, eine Eigenschaft, die jedoch alle erfolgreichen Unternehmer scheinbar haben.

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3) Setzen Sie einen Zeitrahmen

In seinem Buch ‘Stehle wie ein Künstler’ schreibt Austin Kleon folgendes:

 

‘In diesen Zeiten des Informationsüberflusses und der Überlastung, sind die, die einen Schritt voraus sein werden diejenigen, die herausfinden, wann es sinnvoll ist etwas wegzulassen, sodass sie sich auf das Wichtige konzentrieren können’.

Man sollte also Prioritäten setzen.

Tut man dies nicht, wird die Straße, die vor einem liegt, eine sehr steinige sein. Indem man sich Limits bei der Zeit und dem Budget gibt, zwingt man sich quasi sich auf das Wichtigste zu beschränken.

Nach Jahren des Ausprobierens verschiedener Herangehensweisen haben wir nun ein 12 Wochen Programm für das Erstellen eines MLP entwickelt, das im richtigen Zeitfenster ein neues Produkt auf den Markt bringt.

 

Matt Walson von FeatureLearn kam dabei zum gleichen Ergebnis:

  • 3 Monate ist genug Zeit seiner Vision Ausdruck zu geben, aber nicht zu viel Zeit, sie aus den Augen zu verlieren.
  • Es ist genug Zeit etwas Hochwertiges zu machen, aber nicht zu lang, um sich in Perfektionismus zu verlieren.
  • Es ist genug Zeit einen Rhythmus und Gewohnheiten zu entwickeln, aber auch nicht zu lang, dass man aufhört sie zu hinterfragen.
  • Es ist genug Zeit für ein Team zusammenzuwachsen, aber nicht genug Zeit fade zu werden.
  • Es ist genug Zeit das Budget effizient auszugeben, aber nicht genug Zeit zu viel auszugeben.
  • Es ist auch genug Zeit das zu entwickeln, was sie brauchen, aber nicht genug Zeit Sachen zu entwickeln, die das Produkt verwässern.

 

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4) Lösen Sie nur wichtige Probleme

Wenn Sie gerade entscheiden, was Sie in das Produkt mit einschließen, ist es ratsam herauszuzoomen und sich dann Probleme anzuschauen, um die sich Ihre Kunden wirklich kümmern. Es wäre natürlich toll, wenn man alle ihre Probleme auf einmal lösen könnte, wenn Sie das allerdings versuchen, werden Sie zu keiner eleganten Lösung kommen. Halten Sie sich dabei nur an Features, die Ihren Kunden wirklich helfen und es ihnen erlaubt, die Dinge schnell und einfach zu erledigen.

Benutzen Sie Tools wie das Value Proposition Canvas (Alexander Osterwalder), um zu entscheiden, welche Features einen Wert für den Kunden haben, um die herum Sie Ihr Produkt bauen können.

 

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5) Fügen Sie dem ganzen Überraschung und Erleichterung hinzu

Wenn Sie in ein Hotelzimmer gehen und Sie kein Bett vorfinden, werden Sie sicher enttäuscht sein, vielleicht sogar verärgert. Aber wenn dort eine Flasche Champagner, Blumen und eine Schachtel Schokolade steht, werden Sie sich zurücklehnen und alles vergessen.

 

Was können Sie also tun, um eine positive Rückmeldung von Ihren Kunden zu bekommen? Gehen Sie über alle Grenzen von dem, was von Ihnen erwartet wird hinweg und Sie werden die Früchte Ihrer Anstrengungen ernten.

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6) Legen Sie ihr Geld da an wo ihr Mund ist

Während sich die Lage ändert, ist wieder ein Bedarf vorhanden. Das liefert ganz besonders Startup Gründern immer wieder strategische Vorteile, um mit Hilfe eines gut durchdachten, neuen Produktes oder Services auf den Markt zu kommen.

‘Design ist nicht nur das, wie etwas ausschaut und sich anfühlt, Design ist auch das wie etwas funktioniert.’ sagte schon Steve Jobs.

Es ist erwiesen, dass es eine direkte Verbindung zwischen einem positiven Usererlebnis und Loyalität gibt. Glückliche Kunden geben in der Regel mehr aus und das auch noch öfters und erzählen ihren Freunden davon.

Mit  dem Wissen im Hinterkopf, stellen Sie den besten Designer ein, den Sie sich leisten können. Es könnte das Beste sein, was Sie jemals getan haben. Sagen Sie dabei aber nicht nur, dass Ihnen das Design wichtig ist. Teilen Sie es mit ihren Taten.

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7) Machen Sie sie hungrig auf mehr

Eine der schwierigsten Dinge ist es, Menschen dazu zu bewegen Ihr Produkt wieder und wieder zu benutzen. Sie werden vielleicht in der Lage sein, Sie interessiert zu halten, wie aber können Sie es zu einer Gewohnheit machen, das Produkt regelmäßig zu benutzen?

 

Das ist der Punkt, wo Nir Eyals Hook Modell ins Spiel kommt – ein Prozess aus 4 Schritten, die Sie benutzen können Kundengewohnheiten herauszubilden.

 

Auslöser (Trigger)

Der Auslöser ist ein Stellhebel für das Verhalten – sozusagen der Funken im Motor. Trigger kommen dabei in zwei verschiedenen Arten vor: dem externen oder dem internen Trigger. Gewohnheitsfördernde Technologien fangen damit an User mit externen Auslösern, einer Email, einem Link oder einer App zu alarmieren.

 

Aktion

Nach dem Auslöser kommt die anvisierte Aktion. Hier haben Firmen zwei Hebel, die sie ansetzen können – Motivation und Möglichkeiten. Diese Phase des Hooks ist dabei Kunst und Wissenschaft des Usability Designs gleichzeitig, da sie sicherstellen will, dass der User genau auf diese Art und Weise reagiert, die der Designer im Blick hatte.

 

Variable Belohnung

Variable Belohnungspläne sind einige der mächtigsten Werkzeuge, die Firmen überhaupt einsetzten können, um User an die Angel zu bekommen. Forschungen haben gezeigt, dass der Dopamin-Level ansteigt, wenn das Gehirn eine Belohnung erwartet. Indem Sie die variable Komponente mit hereinnehmen, eröffnen Sie einen permanenten Jagd-Modus, der die Teile des Gehirns aktiviert, der mit ‘Wollen’ und ‘Wünschen’ zu tun hat. Obwohl klassische Beispiele Spielautomaten und Lotterien sind, sind variable Belohnungssysteme bei der Entwicklung einer Gewohnheit fördernd.

 

Investition/Investment

Die letzte Phase des Hooks ist die, in der der User nach einem bisschen Arbeit gefragt wird. Die Investition impliziert eine Aktion, die den Service für den nächsten Zyklus verbessert. Freunde einzuladen, Aussagen über Vorlieben, das Herstellen virtueller Assets und das Erlernen des Umgangs mit den neuen Features sind Verbindlichkeiten, die den Service für den User verbessern könnten. Diese Investitionen können dann verbessert werden, um den Auslöser noch attraktiver, die Aktion noch einfacher und die Belohnung noch spannender mit jedem Zyklus des Hooks zu machen.

Wir haben dieses Modell (und das Buch dazu) als großartigen Anfang für die Kundengewinnung und Rückkehrstrategie gesehen.

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8) Bauen Sie sich einen Stamm auf

Nehmen wir an, Marketing sei leider schon tot. Dann ist es jetzt an der Zeit eine Community um Ihre Produkte herum aufzubauen. Eine Community passionierter Kunden, die in an Ihre Mission glauben. Denken Sie also einmal einen kurzen Augenblick darüber nach, welche Kunden Ihr Unternehmen mögen, wieder kommen und es Ihren Freunden erzählen werden. Ein anderer Weg darüber nachzudenken ist auch der folgende:

 

Wer wird Sie so sehr mögen, dass er sich ein Tattoo von ihrer Firma stechen lassen wird? Ok, vielleicht ist das noch etwas weit hergeholt, aber es ist eine nützliche Übung, denn Menschen machen das ….

Denken sie an das, was Menschen dazu bringen würde Sie so sehr zu lieben! Es bedeutet das Gewinnen ihrer Herzen und nicht nur ihrer Geldbörsen!

Eine sehr effektive Art und Weise einen Stamm aufzubauen ist es, die Farben festzulegen und ein eigenes Manifest aufzusetzen, bevor Sie ein Produkt gestalten. Startups wie Mapita, Holstee, NOBL sowie auch unsere eigene Initiative, „The Startup School“ haben ein eigenes Manifest erstellt, um Leute dazu zu bewegen, sich um ihre eigene Mission zu kümmern.

Wir haben unser Happifesto-Manifest erstellt, um immer mehr Menschen davon zu überzeugen, Unternehmen auf die richtige Art und Weise zu gründen. Das bedeutet den Menschen an die erste Stelle zu setzten und dann die Reise zu genießen. Das ist das, an was wir glauben und es half uns auch den ersten Anstoß für unsere Bewegung für mehr sinnhafte Startups zu bekommen.

 

Und erinnert sei auch daran, dass es ok ist, wenn Sie nicht von allen gemocht werden. Es ist tatsächlich besser, wenn es einige nicht tun. Es ist schwer für Menschen Sie zu mögen, wenn sie angestrengt versuchen allen zu gefallen. Wenn Sie einige vergraulen, ist es in der Regel auch ein gutes Zeichen dafür, dass Sie einen „Impact“, einen Einfluss auf die Dinge haben.

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9) Machen Sie es bemerkenswert

Bleiben Sie sich nie zu sicher. Transformieren Sie Ihr Produkt, indem Sie es auch bemerkenswert machen. In Seth Godins Worten:

  • Seien Sie die lila Kuh auf einem Feld voller einfarbiger.
  • Seien Sie nicht nur ein bisschen anders. Seien Sie sehr viel anders.
  • Seien Sie also sicher, dass es nicht einfach ist Sie zu übersehen. Geben Sie den Menschen einen Grund über Sie zu sprechen.
  • Verkaufen Sie zu anfangs nichts. Lernen Sie Menschen kennen und finden Sie heraus, wie Sie ticken, sodass Sie etwas erstellen können, was Sie bemerkenswert finden.

 

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10)  Machen Sie es zu einem Teil der Strategie

Auf seiner jüngsten Rede auf dem Londoner Campus hat Matt Clifford über die Fehler gesprochen, die er Teams in seinem Startup Programm machen sah. Der am meisten vorkommende Fehler war der des ‘einsamen MVP’.

Er beschrieb es als eine Situation, in der das Minimum Loveable Product das Produkt war und nicht Teil einer übergreifenden Produktentwicklungsstrategie. Es sah dies als einen sehr riskanten Versuch, der einem nur Nachteile bringt.

Sie brauchen Klarheit und sollten Ihre Vision in Ihrem Team kommunizieren, sodass sich auch das gesamte Team bewusst darüber ist, wohin Sie zu gehen versuchen, was die Strategie ist und wohin das MVP passt. Behalten Sie auch hier im Hinterkopf, dass das erste Release der Anfang Ihrer Reise hin zur passgenauen Marktlücke ist und nicht das Ende der Straße sein sollte.

 

Zusammenfassung Minimum Loveable Product

Produkte zu formen ist anstrengend. Wenn Sie aber den richtigen Businessplan haben, zielen Sie auf die Lust der User und bewegen Sie sie dazu über Sie zu sprechen. Sie sind dann auf gutem Wege Ihren eigenen Stamm passionierter Superfans aufzubauen und ein Business zu gründen, das eine Seele hat.

Um sie nochmals daran zu erinnern:

  1. Machen Sie Dinge mit Relevanz
  2. Seien Sie fokussiert
  3. Ziehen Sie die Stellschrauben an
  4. Lösen Sie ein wirkliches Problem
  5. Seien Sie mehr als nur funktional
  6. Stellen Sie einen Designer ein
  7. Angeln Sie Ihre User
  8. Machen Sie es bemerkenswert
  9. Seien Sie strategisch
  10. Gehen Sie über das Durchführbare hinaus

 Laurence McCahill

Mit freundlicher Genehmigung von Laurence McCahill von seinem Blog-Beitrag.
Laurence McCahill calls himself a sparkly optimist and man on a mission to spread entrepreneurial happiness. Founder @happystartups & @spookstudio.

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Matthias Henrici

Matthias Henrici entwickelt seit Ende der neunziger Jahre wertschöpfende eCommerce-Projekte u.a. für deutsche als auch internationale Unternehmen. Seit 14 Jahren lehrt er als Dozent für Usability und Neuro-Marketing an deutschen Hochschulen und arbeitet als Conversion-Spezialist und Projektmanager für Safari sowie als freier Autor u.a. für den HighText Verlag, Computerwoche und die Wirtschaftspresse.