Status Quo Accelerator & Incubator Programme

Von Accelerator und Incubator Programmen hört man viel? Accelerator, Incubator – alles englische Worte, alles ausländische Förderprogramme für ultimative Silicon Valley Startups? – Alles nur London und die USA? Nein, nicht ganz! Ein von unbeugsam kreativen Köpfen bevölkertes Land hört nicht auf, innovative Ideen zu kreieren. Und das Leben ist nicht einfach für deutsche Unternehmer, da immer mehr Förderprogramme entstehen und von den Startups auch gefordert werden. Zudem versuchen große Unternehmen im ‚War of Talents’ immer mehr junge Nachwuchs-Talente an den Konzern zu binden.

In Zusammenarbeit mit Lukas Strniste und Olesja Rack veröffentlichte Prof. Dr. Julian M. Kawohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) letzte Woche eine Studie über die deutsche Corporate Incubator & Accelerator Landschaft, die interessante und trendorientierte Aufschlüsse aufzeigt. In der Studie wird nun erstmals auf Basis einer umfassenden Recherche dargelegt, welche Unternehmen und Branchen hier besonders aktiv sind und wie Kooperationen organisiert sind.

Zwar ist die Kultur von Corporate Innovation-Förderprogrammen vor allem in den USA wesentlich stärker ausgeprägt, allerdings sind deutsche Unternehmen nicht untätig. Die Studie, die sich vornehmlich mit der Analyse der Programme der 30 deutschen DAX-Konzerne beschäftigt, zeigt auf, dass ein Drittel dieser Unternehmen bereits Incubator- bzw. Accelerator Programme oder andere Kooperationsprogramme mit etabliert hat. Außerhalb dieser Gruppe sind die Aktivitäten deutscher Firmen mit insgesamt zehn bekannteren, aktiven Playern dagegen noch sehr überschaubar. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind hier der Bereich Handel und die Medienbranche (siehe dazu Burda Bootcamp – Corporate Innovation innerhalb der Medienbranche).

Studie Status Quo Incubator Accelerator Programme

Die einzelnen Accelerator- und Incubatorprogramme hingegen sind sehr unterschiedlich. Die Studie zeigt auf, dass Differenzen hier vor allem in Bezug auf Positionierung, Angebot und Gegenleistung sowie bei der finanziellen Unterstützung bestehen. Hochburg für diese Förderprogramme bleibt die deutsche Hauptstadt Berlin, gefolgt von München und Hamburg. Laut der Studie wurden in Berlin 13 Programme lokalisiert (im Vergleich zu fünf in München).

Dabei liegen die zentralen Herausforderungen für Corporates vor allem in der zielführenden Konzeption des Programms, dem Management der finanziellen Risiken sowie dem Aufeinandertreffen zweier sehr verschiedener Welten. Signifikante Herausforderungen für Startups sind die Identifikation des passenden Programms sowie unterschiedliche, ggf. divergierende Interessen zwischen Startup und Corporate. Allerdings bietet die Zusammenarbeit zwischen Corporate und Startup primär auch gegenseitige Chancen. Auf Seiten der Newcomer werden vor allem unternehmerische Risiken minimiert, da sich das Startup vorwiegend auf das Produkt bzw. die Dienstleistung konzentrieren kann, da seitens der Corporates entsprechende Ressourcen und Rahmenbedingungen gegeben werden. Auch der Finanzierungsprozess und die entsprechende Anschlussfinanzierung gestalten sich bei einer Zusammenarbeit mit einem Corporate oft um ein vielfaches einfacher.
Auch für etablierte Unternehmen bieten diese Partnerprogramme gewaltige Vorteile. Der mangelnden Innovationskraft vieler großer Unternehmen, vor allem bezogen auf disruptive Innovationen, kann durch die Verknüpfung der unternehmerischen Dynamik von Startups stark geholfen werden. Auch können Corporates zum Beispiel viel zum Thema Agilität lernen. Die Synergie und der Nutzen für beide Seiten steht daher im Fokus dieser Incubator- und Accelerator Programme.

Sie wollen mehr über den Status-Quo deutscher Incubator- & Acceleratorprogramme erfahren? Unter diesem Link gelangen Sie zur vollständigen Studie.

Christoph Kornstaedt

Neben einem abgeschlossenem Bachelor-Studium der BWL mit Schwerpunkt Innovationsmanagement konnte Christoph Kornstädt bereits umfassende Praxiserfahrungen im Bereich Marketing, PR und Web-Development in mehreren Startups sammeln. Dieses Know-how setzt er nun bei Safari ein und entwickelt hier den Bereich Content Marketing weiter. Zudem ist er für die Durchführung von neuartigen Growth Hacking Ansätzen zuständig und studiert International Business im Masterprogramm.

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