Freitag, Oktober 20

Auch die Deutsche Telekom nahm mit dem Streaming-Portal LiveStream Perform am Corporate Startup Award teil! Mehrfach ausgezeichnet bietet das CloudStreaming Portal LiveStream Perform eine hervorragende Plattform, um auf allen Endgeräten hochwertige Streams zu sehen. Jens Herrmann, Business Development Manager bei der Deutschen Telekom, verrät uns in diesem Interview, wie es zu LiveStream Perform gekommen ist.

 

Wie kam es zu der Idee, einen Live-Streaming Service aufzubauen?

Die Idee ist durch unsere Partnerschaft mit der Firma Octoshape entstanden. Wir hatten mit dieser Firma schon eine Vertriebspartnerschaft für unsere Abteilung „Business Development & Innovation“. Zudem hatten wir gemeinsam mit dem Vorstandsbüro evaluiert, ob wir nicht auch einen Livestream für Telekom Mitarbeiter anbieten können. Dieser sollte zum einen auf den Computern und zum anderen auch noch in unseren Auslandsgesellschaften funktionieren. So ist LiveStream Perform für das Intranet der Deutschen Telekom entstanden.

 

Was ist das besondere an der Partnerschaft zwischen der Deutschen Telekom und Octoshape?

Das Besondere an der Partnerschaft ist ganz einfach. Wir haben für das Produkt LiveStream Perform im Intranet eine Produktweiterentwicklung gemacht, um es aufgrund der Sicherheitsanforderungen im Unternehmen der Deutschen Telekom zu etablieren. Das Schöne ist, dass Octoshape als kleines Unternehmen hier wirklich sehr flexibel agieren konnte, um uns zu unterstützen und um die Anforderungen anzupassen. Das ist sehr angenehm, wenn große Unternehmen mit kleinen Unternehmen zusammenarbeiten.

Ihr habt das Projekt intern nebenbei, quasi vom Hobby zu einem richtigen Produkt, entwickelt – was waren dabei die größten Herausforderungen?

Die größte Herausforderung war sicherlich, sich den Rücken freihalten zu können, damit das ganze Projekt überhaupt funktionieren kann. Neben dem Tagesgeschäft ist es oft schwierig eine zusätzliche Aufgabe anzunehmen. Vor allem wenn man  dann feststellt, dass diese viel mehr Energie und Ressourcen benötigt, als eigentlich dafür zur Verfügung stehen. Hier haben wir gute Unterstützung vom Vorstandsbüro erhalten, wodurch dieses Projekt erst möglich wurde. Wir konnten ein Team aufbauen, das Schritt für Schritt in diesem Zeitraum gewachsen ist und in dem man die Aufgaben besser verteilen konnte.

 

Wo seid ihr an Grenzen gestoßen und wo habt ihr euch gefragt, ob ihr das noch packt und wie habt ihr diese Probleme dann gelöst?

Die größten Herausforderungen waren auf technischer Seite. Hier haben wir festgestellt, dass die Technologie von Octoshape es uns ermöglicht, als Empfänger des Streams auch gleichzeitig Transmitter zu sein. Dadurch muss ein Stream nicht nur von einem einzelnen Server geladen werden, sondern kann durchaus auch von einem anderen Zuschauer von PC zu PC weitergeleitet werden. Es war mitunter die größte Herausforderung, erst einmal das Bewusstsein dafür im Konzern zu wecken und dann die notwendigen Voraussetzungen für die Technologie zu schaffen. Immerhin mussten einige Sicherheitseinstellungen und Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Zudem waren auch die mangelnden Ressourcen oft eine Herausforderung.

 

Der Corporate Startup Award hat dieses Jahr das erste Mal stattgefunden, ihr hattet euch auch mit eurem Projekt beworben – wie hast du die Veranstaltung wahrgenommen und was hat dir besonders gut gefallen?

Das Beste an der Veranstaltung ist, dass man sich mit Leuten unterhalten hat, die gleichgesinnt sind, die selber versucht haben, aus Partnerschaften mit Startups bzw. kleineren Unternehmen ein neues Produkt zu kreieren und dieses dann auch auf dem Markt anzubieten. Es war einfach schön, sich mit den Leuten auszutauschen. Wir wollten uns für den Award bewerben, um sichtbar zu machen, dass auch die Deutsche Telekom es schaffen kann, mit einem kleinen Partner ein Produkt zu kreieren, das eine Weiterentwicklung eines bestehenden Produktes ist. Wir fanden das eine gute Idee.

 

Der Corporate Startup Summit ist eine Veranstaltung, bei der Corporates und Startups sich gut untereinander austauschen können. Jetzt habt ihr sehr viele Erfahrungen mit Startups in einem Konzern gemacht – was glaubst du, wo geht die Reise des Corporate Startup Summits hin und was ist wichtig für diese Veranstaltung?

Also die Veranstaltung muss definitiv weiterhin fortgesetzt werden, weil mir – zumindest auf dem deutschen Markt – nichts bekannt ist, was dieser Veranstaltung gleichkommt. Gerade die Vernetzung zwischen kleineren Unternehmen bzw. Startups und großen Unternehmen ist sehr wichtig. Wenn das durch den Summit weiterhin fortgeführt werden kann, wäre das genial. Je mehr Tatsachenberichte kommen, je mehr Berichte über aktuelle Geschehnisse gegeben werden, wie z.B. andere Unternehmen mit Startups zusammengearbeitet haben und neue Produkte daraus entstanden sind, desto besser.

Es muss das Bewusstsein geweckt werden, dass große Unternehmen nicht lange für sich alleine agieren können. Aber auch kleine Unternehmen können nicht immer klein bleiben. Es muss einfach ein Zusammenspiel geben, damit sich beide Seiten weiterentwickeln können. Am Ende reden wir von einer Win-Win-Situation und diese muss dieser Summit weiter vorantreiben.

Jens Herrmann, vielen Dank für das Interview!

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About Author

Andreas Pihan hat langjährige Erfahrungen in den Bereichen Asset Management, Privatbanken und in der Verlagsbranche. Ganz besonders interessiert er sich für den Aufbau, die Validierung und die Realisierung von neuen digitalen Geschäftsmodellen sowie für neuartige Content-Marketing-Strategien. Zudem gibt er Produkt-Positionierungs-Trainings und ist Autor von verschiedensten Publikationen zu Themen wie z.B. iBeacon, IoT und User Stories.

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