Mittwoch, November 22

Der Gewinner des Corporate Startup Award in der Rubrik Beste Partnerschaft: FIL Fondsbank. Der Geschäftsführer Peter Nonner verrät in diesem Interview, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Corporate und Startup der Corporate Startup Summit bietet und was die eigene Partnerschaft der FIL Fondsbank mit Vaamo auszeichnet.

 

 

 

Lieber Peter, vielen Dank für die wertvolle Zeit. Ihr habt beim Corporate Startup Award 2015 die Kategorie Beste Partnerschaft gewonnen. Was zeichnet eure Partnerschaft mit Vaamo aus?

Zunächst freuen wir uns sehr über den Gewinn des Awards. Das ist für uns eine ganz tolle Geschichte, aber es ist auch eine tolle Geschichte, was wir mit Vaamo zusammen erreicht haben. Uns treibt schon lange das Thema Einfachheit von Geldanlagen an und die Banken neigen dazu, das alles furchtbar kompliziert zu machen. Vaamo hat uns hier von Anfang an mit einem Konzept überzeugt, das auf sehr einfache Art und Weise und mit einem sehr fundierten Konzept Leuten das Thema Geldanlage näher bringt. In der direkten Zusammenarbeit ist das so, dass Vaamo für uns im Grunde wie ein Finanzvermittler agiert, während wir im Hintergrund die ganze Verwahrung und Verwaltung der Depots der Endkunden betreuen.

 

Welche Möglichkeit eröffnet die Partnerschaft mit einem Startup und wie langfristig ist die Perspektive für ein solches Format?

Die Perspektive für uns ist neue Ideen zu sammeln und neue Impulse aufzunehmen. Für uns ist es wichtig, dass man eben nicht nur „im eigenen Saft kocht“. Wir hören auf unsere Vertriebspartner und Vaamo ist bei uns eben ein Vertriebspartner. Wir nehmen neue Ideen auf und ich glaube, dass es eine große Stärke ist, Flexibilität in der Umsetzung neuer Ideen zu haben und Vaamo ist dabei wirklich hervorragend unterwegs. Für uns ist es natürlich wichtig, dass wir aus solchen Impulsen auch neue Geschäfte generieren. Am Ende des Tages sind wir eben auch eine Bank mit Gewinnabzielungsabsicht. Es soll allen Seiten Spaß machen und hier wollen wir einfach neue Impulse sammeln.

Sie haben eben die Zukunft angesprochen – was zeichnet ein solches Format aus?

Ich denke der Corporate Startup Award an sich ist eine tolle Sache, um einfach auch Aufmerksamkeit zu schaffen für diese Bereiche. Fintechs etc. sind in aller Munde, aber wichtig ist, dass man dem ganzen auch eine Plattform gibt.

 

Corporates und Startups passen immer mehr zusammen und sie werden immer mehr konkurrieren. Was bedeutet das für euch, gerade jetzt im Wandel der Finanzbrache, wo viel in Richtung Fintechs passiert? Wo geht eure Reise hin?

Unsere Reise ist zunächst dadurch gekennzeichnet, dass wir offen sind für neue Dinge. Das ist die wesentliche Voraussetzung. Wenn man eine gewisse Unternehmensgröße erreicht hat, ist es wichtig, dass man nicht zu statisch wird, sondern beweglich bleibt und, dass man weiterhin neue Ideen mit aufnimmt, in die Umsetzung geht und Dinge einfach ausprobiert. Ein Kollege hat mal so schön gesagt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Insofern ist es für uns wichtig, einfach am Puls der Zeit zu bleiben.

 

Kann man Vaamo als Fintech Startup bezeichnen?

Absolut! Die ganze Oberfläche ist digitalisiert. Wir sind in dem ganzen Bereich Fintechs noch sehr jung unterwegs in Deutschland, da ist Amerika schon einige Jahre weiter. Aber es ist ein Bereich, der sehr an Bedeutung gewinnen wird, wo man auch sehr aufmerksam schauen wird, was funktioniert und was nicht.

 

Es sprießen überall Fintech Startups aus dem Boden. Number26 ist dabei ein gutes Beispiel – wie verfolgt ihr das Thema Fintech?

Das steckt bei uns noch ein bisschen in den Kinderschuhen, aber wir werden hier auch eine Arbeitsgruppe etablieren, die sich einfach mal quer den Markt anschaut. Das müssen gar nicht unbedingt nur Finanzdienstleistungen sein, die betroffen sind. Diese sind zwar die engsten Anknüpfungspunkte, wichtig ist aber, so glaube ich, dass man sich umfassend umschaut, was funktioniert und welche Ideen es generell gibt. Diese Ideen sind oft sehr einfach. In meiner Laufbahn habe ich gelernt, dass die guten Ideen oft auch die einfachen Ideen sind. Von daher muss man sich dort einfach das Beste rauspicken und neue Ideen sammeln.

 

Der Corporate Startup Summit hat dieses Jahr das erste Mal stattgefunden. Wie hast du die Atmosphäre erlebt, wie war für dich der Rahmen?

Ich fand es total faszinierend, spannend und für uns auch sehr ungewohnt. Als Mitarbeiter einer Bank läuft man eigentlich immer im Anzug rum und auf der Veranstaltung sieht man dann Kollegen, die in kurzen Hosen unterwegs sind. Das ist okay, das ist erfrischend! Insofern eine tolle Atmosphäre, eine Art Aufbruchstimmung und das ist glaube ich etwas sehr wichtiges für die Zukunft!

 

Der Corporate Startup Summit versucht die Corporates mit den Startups zusammen zu bringen. Was wünscht ihr euch für die nächste Zeit? Wir haben für das Frühjahr nächsten Jahres wieder einen Corporate Startup Summit geplant – was wünscht ihr euch?

Ich glaube ein wesentlicher Dreh- und Angelpunkt ist das Verbinden von den Startups und den Corporates, dass man hier einfach Plattformen der Kommunikation und des Austauschs schafft. Da ist die Präsenzveranstaltung die eine Seite, die andere Seite sind dann natürlich auch Kontaktbörsen etc.

 

Peter Nonner, vielen Dank für das Interview!

 

Das Interview zu dem Partnerunternehmen der FIL Fondsbank, Vaamo, können Sie hier lesen und anschauen!

About Author

Andreas Pihan hat langjährige Erfahrungen in den Bereichen Asset Management, Privatbanken und in der Verlagsbranche. Ganz besonders interessiert er sich für den Aufbau, die Validierung und die Realisierung von neuen digitalen Geschäftsmodellen sowie für neuartige Content-Marketing-Strategien.

Zudem gibt er Produkt-Positionierungs-Trainings und ist Autor von verschiedensten Publikationen zu Themen wie z.B. iBeacon, IoT und User Stories.