Montag, Dezember 18

Das Innovation Lab der BPW: Wozu ein mittelständischer Hersteller von Fahrwerksystemen einen Thinktank braucht

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Die Industrie rüstet Ihre Innovationsarbeit auf.

Ideation Brainstorming mit den Kollegen war gestern: Ob firmeneigene Hackathons, Design Challenges in sozialen Netzwerken oder die Kooperation mit Start-Ups: die Industrie rüstet Ihre Innovationsaktivitäten auf, öffnet sich zunehmend für Impulse von außen und macht sich attraktiv im Wettbewerb um die besten digitalen Köpfe. Sogar Hersteller in kleinen Nischenmärkten oder hoch spezialisierte Dienstleister im B2B Geschäft stellen sich veränderungswillig der Transformation.

Die Ausführungen, man sei als Marktführer bestens informiert und habe einen genauen Blick, was sich in der Branche tut, scheinen Kunden und Eigentümern nicht mehr zu genügen. Zudem manifestiert sich in den Personalabteilungen die Erkenntnis, dass die anstehenden Aufgaben der Digitalisierung mit den bisherigen Recruitingstrategien nicht bewältigt werden können. Denn „cooler Brand, coole Stadt und cooler Job“ steht bei vielen Hochschulabsolventen eher auf dem Wunschzettel als „Assistent Innendienst beim Marktführer für Rübenernter bei Kelheim“.

Was tun also, wenn der Hidden Champion aus der Region das Know How der Bewerber von morgen braucht? Am Häufigsten sind derzeit unternehmenseigene Thinktanks, Innovations Labs oder Idea Hubs zu finden. Das sind attraktive, oft loftartige Räumlichkeiten, in denen motivierte Mitarbeiter fernab von den Einschränkungen des laufenden Geschäfts an der Zukunft des Unternehmens feilen dürfen.

Das passiert typischerweise in „Innovation Labs“ oder „Thinktanks“

Die digitale Transformation kommt schnell und sie kommt groß. Dazu rollt Sie auf beinahe jede Branche zu, ob groß oder klein. Vorausblickende Unternehmen, die diese Chancen nutzen und ihre betriebliche Zukunft aktiv gestalten wollen, erkennen, dass sie größer als bisher und auch außerhalb der Unternehmensgrenzen denken müssen. Angenehm gestaltete Räumlichkeiten von Thinktanks abseits des Betriebes erlauben es, auch mutige Geschäftsmodelle anzudenken.

Oft beginnt die Arbeit in einem Thinktank mit dem Füllen einer sogenannten „Business Model Canvas“ um erste Gedanken über ein mögliches Geschäftsmodell zu skizzieren. Oder weitere Geschäftsmodelle und Ideen mit Input von außen zu sammeln. Während des Aufenthaltes im Innovation Lab werden über einige Wochen oder Monate hinweg die Geschäftsmodelle konkretisiert.

Zuweilen mieten sich auch mehrere Abteilungen im Innovation Lab ein, um an mehreren Ideen gleichzeitig zu arbeiten. Während dieser Zeit werden Kunden hinzugezogen, um den tatsächlichen Bedarf abzuklären und Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Oder Experten aus einem angrenzenden oder vergleichbaren Markt werden integriert, um sich Hilfe zu holen, ohne dass der Flurfunk im eigenen Unternehmen unnötig angeheizt wird. Existieren zum Geschäftsmodell schon verwandte Start-Ups, können auch diese dort zielführender eingebunden werden, als im Besprechungsraum „daheim“.

Damit bei aller Kreativität der Zeitplan nicht aus dem Ruder läuft, moderieren externe Berater den Ablauf und achten darauf, pünktlich Ergebnisse abzuliefern. Design Thinking Methoden und kundenzentrierte, schlanke Prozesse wie „Lean Startup“ haben sich dabei etabliert.

Innovation Labs: die beste Form, Innovationsarbeit der Öffentlichkeit zu demonstrieren

Schöner Nebeneffekt der Innovationsarbeit: Ein attraktives Industrieloft mit Wohlfühloasen und Design Thinking Flächen bietet nicht nur neuen Gedanken viel Platz und Luft für die Öffnung nach außen. Es ist auch ungemein attraktiv für Bewerber aus der Region und beeindruckt bestehende Kunden. Hochschulabsolventen honorieren es, sich und Ihre Zukunftsvisionen beispielsweise im Rahmen eines Praktikums einbringen zu können.

Und die Öffentlichkeitsarbeiter des Unternehmens sind dankbar für jede Menge Material von der „Innovationsfront“, um so die Zukunftsfähigkeit auf LinkedIn & Co zielgruppengerecht darzustellen.

Das BPW Innovation Lab – Ein Erfahrungsbericht

Um die Arbeit eines Innovation Labs besser zu verstehen, sehen wir uns heute das Beispiel des BPW Innovation Labs an und sprechen mit Alexander Lutze von BPW, warum ein Fahrwerkshersteller einen Thinktank braucht. Der Hersteller von LKW-Trailer-Achsen aus dem sympathischen Siegburg bei Bonn betreibt sein Innovation Lab seit einem Jahr und hat bereits beachtliche Erfolge erzielt, die weit über die Herstellung von Fahrwerken hinausgehen.

Beispielhafter Erfolg des BPW Innovation Labs

Ein mutiger und beherzter Schritt, den BPW mit dem Innovation Lab gegangen ist. In diesem Fall mündeten die Digitalisierungsziele des Fahrwerksherstellers in den Zusammenschluss mit SAP als Marktführer für Unternehmenssoftware. So bringen beide ihre Kompetenzen zusammen, um mit durchgängigen Transportprozessen über eine gemeinsame Datenplattform die Digitalisierung der Transportindustrie voranzutreiben.

Welche Wahrnehmung von BPW hätte SAP gehabt, wenn es das Innovation Lab nicht gegeben hätte? Sogar eine wiederkehrende Rahmenveranstaltung hat das Innovation Lab der BPW hervorgebracht: In der Zukunftswerkstatt Logistik tauschen sich regelmäßig Logistikplayer über die Zukunft Ihrer Branche aus. Gemeinsam geht es eben oftmals besser.

Wahnsinnswelle! Wo bekomme ich jetzt mein Innovation Lab?

Wer darüber nachdenkt, seinen eigenen Thinktank oder ein Innovation Lab ins Leben zu rufen und sich Vorbereitung und lange Recherche sparen möchte, sollte sich hier am Angebot der Safari GmbH orientieren. Die Innovationsexperten von Safari haben sich bei Ihrem Thinktank-Angebot besonders auf die Bedürfnisse von Mittelständlern ausgerichtet, um die Recruitingarbeit und Innovationsarbeit gleichermaßen und in einem Wurf zu erledigen. Big Wave, here I come!

About Author

Florian Piskora, Diplom-Betriebswirt mit Maschinenbauhintergrund hat langjährige Erfahrung im technischen Produktmanagement und Business Development erfolgreicher Unternehmen aus Maschinenbau und Elektrotechnik. Rahmenbedingungen wie Lean Production, Six Sigma oder Quality Function Deployment sind für ihn keine Einschränkungen der Innovationskraft, sondern echte Treiber für solide Innovationsergebnisse. Mit seinem Know-How über den Wert einer B2B-Kundenbeziehung stellt er für mittelständische Unternehmen sicher, dass nur Produkte und Dienstleistungen auf den Markt kommen, für die Kunden wirklich zu zahlen bereit sind.

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