Dienstag, November 21

Agiles Management ist momentan in aller Munde. Es ist insbesondere als Abgrenzung zum klassischen Management und dem deterministischen Denken zu verstehen. Aber warum brauchen Unternehmen das agile Management überhaupt? Die Gründe können vielfältig sein, meist hängt es aber damit zusammen, dass Innovationen im Rahmen der Digitalisierung entwickelt werden sollen. Das klassische Management stößt hier zunehmend an Grenzen. In diesen Situationen hilft das agile Vorgehen!


 

 
Mark und sein Unternehmen sind ein gutes Beispiel dafür, wo klassische Management Methoden bereits an ihre Grenzen stoßen. Wir dagegen wollen euch aufzeigen, wie man mit modernen, agilen Arbeiten schneller und besser an sein Ziel gelangen kann. Dafür bedarf es einem gewissen Neudenken:
 

Agilität – Die Management-Philosophie der Stunde

Dass sich die Wirtschaftswelt in immer schnelleren Geschwindigkeiten entwickelt, ist ein Fakt. Dass sich Unternehmen teils sehr schwer tun diese Entwicklung auch in ihren Prozessen mitzugehen, leider auch. Gerade wenn Produkte im digitalen Umfeld entwickelt werden, stoßen klassische Wasserfall-Entwicklungen zunehmend an Probleme, weil der Planungsprozess zu lange dauert und im schlimmsten Fall am Kunde vorbei entwickelt wird. Genau diese Probleme versucht das agile Management zu umgehen. Ganz wichtig ist, dass die Basis für agiles Management ein neues Denken ist. Es geht um eine Geisteshaltung, um ein Denk-Paradigma, das dem Ganzen zugrunde liegt und das sich fundamental unterscheidet von dem, was durch die klassische Management-Philosophie der letzten 50 Jahre gelehrt wurde. Durch die technologische Entwicklung wird die Digitalisierung, wie gesagt, immer schneller vorangetrieben. Dementsprechend potenzieren sich die Entscheidungsmöglichkeiten, wie man neue Produkte ausgestalten könnte. Dave Snowden erklärt das mit dem Cynefin-Modell (sprich: Kuh-nev-in):

Das zentrale Problem ist, dass man sich im Bereich „Komplex“ bewegen muss

Jetzt könnten Sie sagen: „Unsere inkrementellen Innovationen gehören doch eher in den Bereich complicated.“ – Das stimmt, aber ist es das wonach Sie streben? Innovationen sollen die Zukunft von Unternehmen sichern; im besten Fall DAS neue Highlight der Branche werden. Unternehmen müssen deshalb etwas tiefer in die Trickkiste greifen, wenn sie ihre Zukunft sichern wollen. Neue Geschäftsmodelle und radikal am Kunden orientierte Produkte und Services müssen her!

Beispiel: Als Steve Jobs 2007 das erste iPhone präsentierte, war das ein radikal neues Produkt. Der Rest der Branche befand sich im Wettrennen, wer das dünnere und kleinere Handy herstellt. PDAs und Communicators waren zwar auch ein erster Schritt in Richtung Smartphone, aber die Bedienung war umständlich und die User Experience wenig überzeugend. Das Apple Handy orientierte sich am Nutzerverhalten und schlug deshalb ein wie eine Bombe. So eroberte es schnell große Marktanteile.

Seitdem trägt das iPhone Apple mehr als jedes andere Produkt. Das Wachstum der iPhone-Verkaufszahlen stagniert jedoch. Ein Grund: Spätestens seit dem iPhone 5 beschränken sich Änderungen hauptsächlich auf Design, Speichergröße, Displaygröße und Prozessorleistung. Das Grundprodukt und das Werteversprechen, das damit zusammenhängt ist ein ähnliches wie schon 2007. Andere Hersteller wie Samsung, Huawei, HTC haben längst nachgezogen und ihrerseits attraktive Modelle mit vergleichbarer Technik herausgebracht, zu günstigeren Preisen. Es ist also auch für Apple höchste Zeit eine echte Neuerung zu lancieren, wenn sie dem Ruf ein Innovationstreiber zu sein gerecht werden wollen.

Klassisches Management und disruptive Innovationen

Viele Unternehmen merken, dass klassische Managementansätze beim Entwickeln wirklich neuer Produkte zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Zuerst ist das aufgefallen in der Softwareentwicklung. Hier war es so, dass die klassischen Vorgehensweisen scheiterten, weil detaillierte Entwicklungspläne nur eine Scheingenauigkeit lieferten. De facto sind die Projekte trotz genauer Planung dennoch gescheitert. Zu viele Einflussfaktoren und Weiterentwicklungen von Peripherie-Systemen verhinderten Projekterfolge. Vor diesem Hintergrund wurde 2001 das agile Manifest niedergeschrieben und hat den Weg gebahnt für die Verbreitung von agilen Methoden in der Softwareentwicklung. Das zugrundeliegende Muster, dass die Komplexität extrem hoch ist, lässt sich allerdings übertragen auf viele andere Entwicklungssituationen. Deshalb wurde das agile Management für disruptive Innovationen und in der Geschäftsmodell-Entwicklung zunehmend populärer. 

Wenn Sie in der Situation sind, eine Innovation entwickeln zu sollen, machen Sie sich klar, dass es aber nicht nur um Handwerkszeug geht, sondern um eine andere Weltsicht. Das Grundprinzip der Komplexität führt dazu, dass man tatsächlich anders Denken muss! Nur wenn man sich von den alten Denkmustern befreit, Neue zulässt und seine Klaviatur auf neue Situationen anpasst, dann kommt man tatsächlich auch weiter mit agilem Management. 

Agiles Management – Der schnelle Weg zum besseren Ergebnis

Wenn Sie mit dem agilen Management bisher noch nicht sattelfest vertraut sind, gibt es nun eine neue Möglichkeit der Weiterbildung. Safari begleitet seit einigen Jahren innovative Projekte großer Konzerne und traditioneller Mittelständler durch Methodentrainings und Projektstaffing. Mit iversity und COMCAVE.COLLEGE haben wir uns erfahrene Partner an die Seite genommen und einen Onlinekurs für agiles Management entwickelt. In dem Kurs werden die zugrundeliegenden Muster von agilem Management herausarbeitet, am Beispiel von Innovationsmanagement. Man lernt, anhand eines praktischen Beispiels, welche Methoden es gibt und wie man sie richtig einsetzt und kombiniert. Bilden Sie sich als Einzelperson oder sogar Ihr ganzes Team weiter, um zukünftige Projekte mit modernen Management-Methoden ans Ziel zu bringen.

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About Author

Daniel Schupp machte seinen Master-Abschluss in Sales und Marketing, hat aber auch eine umfassende Expertise auf den Gebieten Consumer Insights und Produktentwicklung. Mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen Marketing sowie eCommerce arbeitet er sich schnell und flexibel in unterschiedlichste Themengebiete ein. Sein Schwerpunkt bei Safari sind Aufgaben im Bereich Customer Insights. Er unterstützt Unternehmen dabei die Bedürfnisse ihrer Kunden zu identifizieren, um Produkte und Services zu kreieren, die langfristig erfolgreich sind.

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