Nie wieder Produkte und Services, die keiner braucht! Eine Buchkritik zu „Value Proposition Design“

Seit Oktober ist „Value Proposition Design“, der Nachfolger des internationalen Bestsellers „Business Model Generation“, auf dem Markt. Bereits das Cover verspricht mit seinem bunten Design mächtig Farbe in Ideen und Unternehmen zu bringen: Krempelt die Ärmel hoch, denn ab jetzt gilt es nur noch Produkte und Services zu kreieren, die einen wahren Kundenwert schaffen!

 

Nie wieder Produkte und Services, die keiner braucht – das hört sich herrlich an. Aber wie? Wie erfasse ich Kundenbedürfnisse? Wie komme ich von der Idee zum Produkt? Und wie mache ich das alles richtig, so dass am Ende ein valides Geschäftsmodell entsteht? Antworten auf diese Fragen erhoffte ich mir im Buch.

Warum Apple und Co. alles sind – nur nicht innovativ

17 Milliarden Dollar fett ist der Gewinn von Apple im letzten Quartal. Bald wird die Apple-Watch auf den Markt kommen. Das Unternehmen plant im Geheimen die Entwicklung des iCar. Also was soll dieser Titel? Ist es nicht fast schon obszön zu glauben, dass eines der erfolgreichsten Unternehmen dieser Welt auf einmal ein Innovations-Problem haben sollte? Oder ist im Unternehmen Apple doch nicht alles in Butter, sind die 17 Milliarden möglicherweise nur noch ein Strohfeuer? Wird das Unternehmen klammheimlich von den Dämonen „Prozess und Bewahrung“ des Status Quo übernommen?

Roshan Thiran, ein bekannter Blogger von Leaderonomics behauptet jedenfalls, dass Apple zwar die Umsatzführerschaft anführt, das Industry-Leadership aber u.a. an Samsung abgeben muss – ein schlechtes Zeichen für die Auftstellung der Kalifornier als „long-turn-innovation-company“. Aber beginnen wir mit dem Anfang!

 

Am Anfang war das Feuer

Apple, Google & Co. begannen ihre steilen Unternehmenskarrieren tatsächlich noch in den berühmt-berüchtigten «Garagen» oder zumindest in zugigen Industrie-Lofts, den amerikanischen Ur-Orten innovativer Ideen und glorreichen Erfolgsgeschichten. Aber ob Garage oder nicht, an diesen magischen Orten werkelten stets nur eine Handvoll Menschen und übernahmen die komplette Verantwortung für die Entwicklung neuer Ideen. Hier fand noch direkter und unmittelbarer Kontakt zu Kunden statt und allein deren Bedürfnisse und Wünsche formten die fertigen Produkte. Man kann diese initiale Phase ganz am Anfang des so genannten Igor-Modells lokalisieren. Igor steht dabei für «Invent Grow Organize und Reinvent» und beschreibt den typischen Lebenszyklus eines Unternehmens.

Growth Hacking verändert alles: In 6 Schritten die gewünschte Zielgruppe erreichen

Mit erfolgreichem Growth Hacking einfach mal ganz geschickt die gewünschte Zielgruppe auf eine Seite, ein Produkt, oder eine bestimmte Nische aufmerksam machen. Was bisher nur vager Traum eines verrückten Marketing Experten war, haben schon viele Unternehmen im Amerikanischen Raum geschafft.

 

Haben sie schon von den Growth Hacks von Facebook, Dropbox, Groupon, LinkedIn, Hotmail und AirBnB gehört, die diese Unternehmen groß gemacht haben? Diese Liste kann fast unendlich weitergeführt werden. Warum allerdings ist kaum ein deutsches Unternehmen dabei?

 

Interessanter Weise ist der Deutsche Wikipedia Eintrag zur Löschung freigegeben. Hier nun Antworten auf Fragen, die sie sich vielleicht noch nicht gestellt haben und warum Growth Hacking alles andere als „normales“ Marketing ist.

Warum sind deutsche Unternehmen so (un) innovativ?

Es gibt einen Grund zum Jubeln. Aktuelle Zahlen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigen, dass deutsche Unternehmen mehr im Bereich Innovationen investieren. Die schlechte Nachricht: trotz der erhöhte Aufwände wird immer weniger Umsatz durch neue Produkte generiert – ein Trend den ich bereits in den letzten Jahren kritisch beobachtet habe. So verwunderte mich auch nicht weiter, dass Deutschland beim internationalen Innovationsindikator 2014 nur auf Platz 6 landet.

 

Mir als leidenschaftlicher Forscherin kam die Frage des „Warums“ auf. Warum sind deutsche Unternehmen nur so un-innovativ. Was sind die Gründe für die geringe Innovationseffizienz? Welche Probleme und Hindernisse gibt es? Woran scheitern deutsche Innovationsprojekte? Sind es lähmende Prozesse? Fehlender Umsetzungswille? Oder steckt der Fehler in den Ideen?

E-Book Download: Validieren Sie mit Product Design Sprints Ihre Ideen in nur 5 Tagen

Innovative Ideen machen uns Spaß!

Vielen Menschen kommen Ideen zur Verbesserung von Produkten ihres Unternehmens bei der Fahrt mit dem Auto, unter der Dusche oder beim Jogging. Werden diese Ideen anschließend voller Begeisterung im Unternehmen eingebracht geschieht entweder gar nichts oder aber es beginnt ein langwieriger Innovationsprozess.

Ideen zu Produktverbesserungen entstehen schnell, jedoch nehmen Ideenbewertung, Produktentwicklung und Produkttests mit Kunden häufig sehr viel Zeit ein. Zudem sind Innovationsprozesse häufig linear, in der Durchführung relativ starr und ermöglichen kaum Experimente abseits des vorgegebenen Pfades. Nach anfänglicher Euphorie wird die Produktentwicklung zunehmend als schwerfällig und langsam empfunden – Energie und Begeisterung aus der Anfangsphase verpuffen. Wahrscheinlich fallen Ihnen dazu direkt einige Beispiele aus Ihrer eigenen Berufstätigkeit ein.

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Generation Start-Up: Fünf Gründe, wie Unternehmen von der Start-Up Welle profitieren können

Statistisch gesehen werden in Deutschland täglich ca. 1400 Kinder geboren. Weltweit sind es sogar um die 210.000. Die technischen Voraussetzungen für diese Kinder sind vielfältiger und höher als je zuvor. Schon heute gibt es Möglichkeiten und Ideen von denen unsere Großväter nur geträumt haben. Man kann behaupten, dass die Generation Start-Up in den Startlöchern steht und die Zukunft verändern wird. Was diese Generation für einen Einfluss hat, wie auch Unternehmen davon profitieren können, und was die Geburt eines der 1400 Kinder am Tag damit zu tun hat? Das erfahren sie hier: